Unsere Sorgen und Nöte

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Ein 2-Mark-Notgeldschein darauf abgedruckt eine
Kirche

Ich find´s schon sehr merkwürdig.

Der Film „Slumdog Millionär“ holt mehrere Oscars und schon überschlagen sich die Medien mit Geschichten über die dramatischen Lebensbedingungen in einem der größten Slums der Welt.

Ohne Frage, es ist entsetzlich, dass so unglaublich viele Menschen auf unserem Globus unter solchen Umständen leben müssen.

Was mich aber gleichzeitig traurig und auch ein bisschen wütend stimmt ist, wie wenig nachhaltig solche Berichterstattungen sind. Über welche Kleinigkeiten regen wir uns hier auf?

»Wir jammern auf hohem Niveau!« Tausend Mal von unzähligen Leuten gesagt, jeder nickt - aber ich habe den Eindruck, die wenigsten gehen wirklich in sich.

Ich nehme nur ein plakatives Beispiel: Als Peer Steinbrück vor ein paar Jahren den Deutschen geraten hat, beim Urlaub zu sparen, wurde er dafür “geprügelt”.

Gibt es überhaupt Konsumgüter oder dergleichen, auf die wir bereitwillig verzichten würden? Wir wollen alles, jederzeit und überall - nur die Konsequenzen, die wollen wir nicht tragen.

Zum Bild: Es handelt sich dabei um einen eingescannten Lügder 2-Mark-Schein. Dieser Notgeld-Schein stammt aus dem Jahr 1921.