Tierliebe

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Grafik - eine Katze

Als ich mit dem Bloggen begann, erzählte mir ein Freund: »Du, da gibt es Blogs, die haben eine riesige Leserschaft, obwohl sie jeden Tag nur ein Katzenfoto einstellen.« Es stimmt tatsächlich, in der Blogospähre ist das Thema Katzen unglaublich beliebt.

Ich finde Katzen auch total interessant. Wenn die Tiere uns mit ihren großen Kulleraugen so anschauen, sind wir einfach hin und weg. Ruckzuck haben wir sie in unser Herz geschlossen. Aber ist es richtig, Tiere dann einfach als lebendiges Spielzeug zu missbrauchen - quasi zu unserer täglichen Erbauung?

Vielen Frauen wird unterstellt, dass ihre Tiere ein Kind-Ersatz seien. Ehrlich gesagt, glaube ich das manchmal auch. Das finde ich nicht schlimm, gleichwohl merkwürdig. Doch wenn die Ersatz-Funktion überflüssig wird, werden es die Tiere oft auch.

Für die Entwicklung der Kinder soll es gut sein, wenn sie mit Tieren aufwachsen. Mag sein - aber auch dabei habe ich schon einige sehr eigenartige Dinge gesehen.

Wenn ich an einige Aquarien oder Terrarien denke, frage ich mich: Ist es in Ordnung, dass Lebewesen als Wohnungsschmuck herhalten müssen?

Bei einigen Hundehaltern habe ich den Verdacht, die Hunde müssen etwas ersetzen was den “Herrchen” fehlt: Sicherheit, Kraft…

Ich gestehe auch, dass mir Jäger äußerst suspekt sind.

Was ist mit den Tierversuchen - für das Testen von neuen Medikamenten oder von Kosmetik?

Bald wird´s draußen wieder warm - Grill-Saison - und jede Menge Fleisch…

Und dann sind da noch die Fliegen, Mücken, Asseln, Spinnen, Läuse - das sind auch Tiere, und nach dem BGB keine Sachen.

Was wir niedlich finden, wird geknuddelt, was wir hässlich oder lästig finden, kann getötet werden? Tierliebe - wie schaffen wir es, sie zwischen diesen Lebewesen so massiv zu differenzieren?

Sind Tiere wirklich nur eine Ressource, über die wir nach Belieben verfügen dürfen?