Schüler sollen Klassenräume putzen

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Ja, das ist schon eine ältere Kamelle: „In Hildesheim sollen die Schüler ihre Klassenräume zukünftig selbst putzen“, ist bei www1.ndr.de zu lesen. Ich meine auch irgendwo schon mit dem halben Auge gesehen zu haben, dass der Bürgermeister inzwischen die Anordnung seines Schul-Sachverarbeiters zurückgenommen hat. Doch die Berichte haben mich an etwas erinnert:

Kürzlich musste ich aus dienstlichen Gründen alle Räume der hiesigen Schulen “unter die Lupe” nehmen. Dabei ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich “sauber” die Klassenräume waren. Ich sollte noch einschieben, dass bei uns die Schüler nicht für die Reinigung der Klassenräume “zuständig” sind. Gleichwohl:

Alle Klassenräume haben mehrere Mülltonnen (grün, gelb, blau…), in denen der tägliche Müll getrennt entsorgt werden kann. In einigen Klassenräumen scheinen die dort “wohnenden” Schüler absolut nichts von Mülltrennung zu halten; in anderen Klassenräumen wurde sogar “übersehen”, dass Mülltonnen vorhanden sind.

Warum?

In dem Beitrag bei www1.ndr.de wird unten im Text noch die Bemerkung eines Schulleiters zitiert:

“Sollen denn die Rathausmitarbeiter ihre Arbeitsumgebung in gleicher Weise selber reinigen?“, fragte ein Schulleiter per Fax bei der Stadt an.

Bei uns im Rathaus werden die Fußböden der Büros durch eine Reinigungsfirma gesäubert. Für die Reinigung der Schreibtische, Schränke und Regalböden sind die Mitarbeiter selbst zuständig. Nun kann man sich fragen: Sind die Leute nicht dafür zu “teuer”? Ich meine nein:

„Wer sich für das Kleine zu groß ist, der ist für das Große zu klein.“ (Oleg Popov)