Radwechsel

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Grafik von einem brennendem
Osterrad

Landrat Friedel Heuwinkel “versenkt” am 4. März das 300 Kilo schwere, neue Osterrad für das Varusjahr. So in etwa steht das heute in den Pyrmonter-Nachrichten - allerdings nur in der Druckversion. Die neue Version pyrmonter-nachrichten.de schweigt dazu (Minuspunkt, setzen!).

Für Nichteingeweihte: Die Osterräder werden ein paar Tage vor dem Osterräderlauf “imprägniert”, soll heißen: gewässert. Dazu werden die Räder an langen Ketten und in die Emmer, einem Fluß, zum “Trinken” gelegt. Auf diese Weise kann ihnen das Feuer beim Räderlauf nicht gar so zusetzen.

Soweit so gut. Besagtes Rad ist fast fertig und wird künftig wohl an Stelle eines der älteren Räder an den “Downhill-Torturen” teilnehmen. Derzeit wird bei dem Rad noch am Nummernschild gebastelt.

Das “Nummernschild” eines Osterrades setzt sich zusammen aus einem ureigenen Sinnspruch, der auf die “Weißwandfelge” und dem Baujahr, das auf eine Speiche - in Handarbeit - geschnitzt wird. So kann jedes Osterrad genau unterschieden werden (nicht unwichtig, so oft wie die geblitzt werden). Übrigens: Am berühmt, berüchtigten Downhill-Tag sind immer nur sechs Räder am Start.

Zurück zum “Landrat-Rad”. Das bekommt, laut Zeitung, den Spruch: „Memoriam der Varusschlacht - Drum lauf ich in der Osternacht“ in die Felge.

Konisch dachte ich und habe eben mal nachgegurgelt: Die Osternacht, die „Nacht der Nächte“, ist die Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag. Soweit ich mich erinnern kann, sind die Osterräder bislang immer am Abend des Ostersonntages gelaufen, also in der Nacht vom Ostersonntag auf den Ostermontag.

Ist das Nummernschild jetzt falsch? Darf das Rad nun überhaupt am germanisch-lippischen Straßenverkehr teilnehmen?