Nagelritz mit Ringelnatz

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Ein Mann spielt
Schifferklavier

Er kommt aus Gelsenkirchen und wohnt in Bremen, wurde mir vorher erzählt. Meine Frage, was denn seine Fußballmannschaft sei, konnte mir keiner beantworten.

Obschon ziemlich erschöpft und müde, habe ich mich vorhin aufgerafft und bin nach Elbrinxen in die Marktscheune. Es gab Nagelritz mit Ringelnatz.

Mit seinem Markenzeichen, dem Schifferklavier, begleitete Nagelritz seinen Gesang - mal stürmisch, mal schelmisch, mal melancholisch. Er sang von Seepferdchen, Anträgen oder mit dem „großen Chor“ vom Abschied.

Zwischen den Stücken berichtete er von seinem Seemanns-Leben und seiner Ersatzmuddie, seinem Freund Hinnerk. Gefallen hat mir dabei, dass Nagelritz bei seinen Erzählungen nie aufdringlich ordinär wurde - ein fast sauberer Humor.

Obwohl noch viele Besucherstühle in der Marktscheune frei geblieben sind, habe ich nicht den Eindruck gehabt, dass sich Nagelritz davon hat irritieren lassen. Im Gegenteil, die Stimmung war geradezu familiär.

Ein Mann vor einer weiß-roten
Leinwand

Ich habe den Abend mit Nagelritz nicht bereut - es war kurzweilige, humorvolle Unterhaltung.

Zum Foto: Bei einem seiner seltenen Landgänge besuchte Nagelritz einen Malkurs. Fortan bannte er seine Eindrücke auf Leinwand. Detail-Bilder haben es ihm besonders angetan. Hier zu sehen, das Detail eines Leuchtturms.