Keine Kandidaten

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Eine Grafik mit dem Text - Die
K-Frage

»Willst Du nicht unser Bürgermeister werden?« »Ach, lass mal, ist gut gemeint, aber … [zensiert]. Nehmt doch … [zensiert], das ist der richtige Mann dafür.« Einige Zeit nach diesem Dialog mit den wichtigen Politikern bekomme ich Post von ihnen:

„Sehr geehrter Herr Sachverarbeiter, der Bürgermeister ist ein extrem wichtiger Mann und so weiter, und so weiter […] Für Ihre Bereitschaft, Bürgermeister zu sein, bedanken wir uns herzlich und verbleiben mit freundlichem bla bla bla […]“

Sicher, meine soziale Korpulenz ist extrem ausgeprägt. Aber dass ich so gut ankomme – Hut ab, die haben Menschenkenntnis.


Ich gebe zu, ich habe ein „bisschen“ dick aufgetragen. Die tatsächliche Geschichte hat sich zwar nicht sehr viel anders, jedoch ein paar „Ebenen“ tiefer ereignet.

Vor einigen Wochen bat mich der Kreisverband der Gewerkschaft, in der ich zahlendes Mitglied bin, für ihn die „Vor-Ort-Betreuung“ zu übernehmen. Das habe ich abgelehnt – unter anderem, weil ich den Posten schon mal mehrere Jahre inne hatte.

Das Putzige: In dieser Woche bekam ich von der Gewerkschaft einen Brief, in dem sie sich für meine Bereitschaft, besagten Job zu übernehmen, bedankte. Ganz schön dreist dachte ich kopfschüttelnd und legte das Schreiben erst einmal beiseite. Aber – vorgestern lagen schon die ersten „Arbeitsunterlagen“ im Briefkasten.

Nun frage ich mich, wie ich darauf reagieren soll.