Fasse dich kurz!

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Eine Grafik mit dem Wort -
Gesundheit!Gesundheit!

Das kann ich. Hervorragend. Besonders wenn ich schlechte Laune habe. Trotzdem wollen mir viele meiner Mitmenschen suggerieren, ich würde meistens zu weit ausschweifen und mich zu diffus ausdrücken.

Wie gesagt, ich selbst habe ein ganz anderes Bild von mir – bislang konnte ich meinen Ausführungen immer sehr gut folgen. Gleichwohl beschäftige ich mich mit der Kritik. Vor etwa drei Jahren habe ich mir ein Mobil-Telefon zugelegt; nur um unter Beweis zu stellen, dass ich auch mittels SMS ein exzellenter Schwerenöter bin.

Dann brachte ein Grundguter mich auf Twitter. Twitter ist – ist – na, Twitter ist Gegenwart – ist wie Niesen: Wen interessiert´s? Aber mit Twitter könnte ich mein ausgeprägtes Talent belegen, mit wenigen Worten die Dinge auf den Punkt zu bringen, aus einer 500 Liter Gulaschkanone mit einem einzigen Kellen-Tauchgang den kleinsten, nicht mehr teilbaren Nenner herauszufischen – dachte ich.

Aber hier und heute bekenne ich mich öffentlich: I need space (and cheese)!

Ich kann nicht Twitter – ich will nicht kurz! So ist das. Außerdem: Es ist doch geradezu ein Genuss, meine Texte zu lesen. Warum sollte ich sie in den Strom der Flüchtigkeiten vergießen?