Ein Tag im September

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Eine Grafik mit dem Text - Op een dag in
september

Er ist mir schon immer sympathisch gewesen - der Herman van Veen. Gestern habe ich ihn live sehen dürfen - in Detmold, auf der Waldbühne am Hermannsdenkmal.

Vorweg: Ich habe mich wahnsinnig geärgert, dass ich die Kamera nicht mitgenommen habe. Man sitzt im Dunkeln in einem Wald, schaut herunter auf die Bühne und über sie hinweg baut sich, in ewig gleichbleibender heroischer Pose, kolossal der illuminierte Arminius vor den Besuchern auf. Ein „grünes Amphitheater“, das mich wirklich beeindruckt hat.

Und auf diese Weise trifft die Aussage in dem Flyer zum Theaterstück „Ein Tag im September“ tatsächlich zu:

Im Mittelpunkt des Theaterstücks von Herman van Veen steht das Hermannsdenkmal. Es wird allerdings nicht als Denkmal für einen Kriegshelden dargestellt, sondern als Symbol für den Frieden.

Wobei ich beim zweiten Satz dieses Zitates wieder ins Grübeln komme

Das Musiktheater ist Teil des internationalen Kulturprogramms „Hermann 2009“ zum „Varusjahr“. So ganz überzeugt hat mich das Stück leider nicht. Der Bezug der Geschichte zum Hermannsdenkmal wirkt konstruiert und die Botschaft der Story suche ich immer noch. Entweder ist sie so offensichtlich, dass ich sie zu selbstverständlich erachte und daher übersehe, oder sie ist für mein Verständnis zu versteckt.

Darüber hinaus konnte ich nicht jedes mal nachvollziehen, was das jeweilige Bühnenbild mit dem Inhalt des Stückes zu tun hat. Die Symbolik einiger Requisiten hat sich mir nicht erschlossen.

Letztendlich könnte ich viel in das Stück hineininterpretieren. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich dabei richtig liege. Es mag aber auch alles daran liegen, dass ich zu schlicht bin.

Herman van Veen hat mich jedoch nicht enttäuscht. Ich mag seine Stimme und ich mag sein Geigenspiel. Klasse auch das Gitarrenspiel von Edith Leerkes (habe ich schon mal gesagt, das ich ein Gitarren-Fan bin?).