Die Beschaffenheit meiner Gedanken

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Ein kleiner Turm aus Steinen inmitten von vielen
Pflanzen

Noch ein Spruch für´s Wochenende, stand in der Betreff-Zeile ihrer E-Mail. Im Text-Feld war nur dies zu lesen:

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ Marc Aurel

Nach kurzer Überlegung war ich mir sicher: In unseren jüngsten Gesprächen habe ich keinen Anlass geboten, der einen Bezug zu diesem Aphorismus rechtfertigen würde.

Wie komme ich bloß darauf, immer erst bei mir mit der Suche zu beginnen? Hm, es würde mich interessieren, wie ein Psychologe dieses Muster beurteilt. Nun ja.

Bestimmt hat sie mir den Spruch zugeschickt, weil sie sich in ihm so gut gespiegelt fand. Sollte ich mich auch an dem Vers freuen? Aber warum hat sie das nicht geschrieben? Andererseits, aus welchem Grund sollte mir sonst so etwas senden?

»Noch ein Spruch für´s Wochenende«, schreibt sie. Noch ein Spruch? Sie hat mir doch keinen weiteren geschickt. Oder meint sie vielleicht die vom vergangenem Wochenende? Aber daraufhin habe ich doch geschrieben, dass ich das Sammeln solcher Sinnsprüche eingestellt habe.

Habe ich dort eigentlich zum Ausdruck gebracht, dass mich diese weisen Gedankensplitter anöden? Ich glaube nicht. Also könnte sie zu Recht meinen, auch wenn ich solche Lebensweisheiten in Kurzfassung nicht mehr sammle, freuen könnte ich mich immer noch an ihnen. Also gut, versuchen kann ich´s ja. Wie lautete noch mal der Spruch?

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“

Oh!