Der Pizzaschleifer

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Eine Grafik mit mehreren
Fragezeichen

»Die Frage, die ein guter Verwaltungs-Angestellter als allererstes klären sollte, lautet: Bin ich überhaupt zuständig?« Das behauptet zumindest mein lieber Kollege. Und weil ihm sein Motto so wichtig ist, bekommt´s jeder zu hören, der es schon immer nicht wissen wollte.

»Typisch«, werden jetzt einige denken. Aber: Wer sich bei diesem Vorurteil wohl fühlt, für den gilt sicher dann auch diese Zuständigkeits-Norm: »Das muss die Stadt machen!«

Anderes Beispiel: Auch bei der Föderalismusreform (haben die das eigentlich schon klar?) geht es nur um Zuständigkeiten. Tja, die Zuständigkeit.

  1. Zuständig sind wir alle, wenn es darum geht Ansprüche zu stellen.
  2. Wir waren auch zuständig, wenn alles gut gegangen ist und ein großes Lob fällig wird.

Jetzt muss ich nur noch klären, wer für den dazwischen liegenden Klein-Kram zuständig ist.

In der Tat, die Frage nach der Zuständigkeit ist elementar! Ich glaube sogar, die Frage gehört zu den Kernfragen unseres Daseins. Bevor wir uns auf der Suche nach dem Sinn des Lebens begeben, sollten wir erst einmal klären: »Wer ist überhaupt zuständig?«

Darum behaupte ich sogar, die allermeisten Konflikte dieser Welt haben ihre Ursache in der ungeklärten Zuständigkeit. Eigentlich lautet die zur Zuständigkeitsfrage voreingestellte Antwort ja: »Ich bin nicht zuständig.« Kuriose Ausnahmen gibts aber immer wieder:

Die einen führen einen Krieg (wofür sie bestimmt nicht „zuständig“ sind) und ganz unbeteiligte erklären sich zuständig, alles wieder zu richten (und das noch völlig selbstlos).

Ich möchte aber nicht vergessen zu erwähnen, dass es auch ganz klar geregelte Zuständigkeiten gibt:

  1. Frauen bekommen die Kinder.
  2. Männer sind nicht für den Haushalt zuständig.

(Spontan fällt mir nur Gouvernator Arnie ein, der hiervon mal eine Ausnahme gemacht hat.)

Was hat das alles mit dem Pizzaschleifer zu tun? Nur so viel: Er ist nicht zuständig.