Bin ich in der richtigen Krankenkasse?

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Grafik mit dem Text - merkwürdige
gesundexperten

“Krankenkassen locken mit Wellness-Angeboten”, lautete in etwa der Titel eines größeren Zeitungsartikels, den ich kürzlich gelesen habe. Meine Krankenkasse kann der Bericht nicht gemeint haben. Vor einem Jahr hat sie es abgelehnt, mir für meine Yoga-Kurse Zuschüsse zu gewähren.

Zufällig hatte ich eben den Leiter der für mich zuständigen Niederlassungsstelle am Telefon. »Wo ich Sie gerade in der Leitung habe. Was ist eigentlich mit meinem “Yoga-Antrag”?« Der Guteste erklärte mir, dass die Barmer nach wie vor keinen Zuschuss für den Kurs gewähren wird. Als Grund nannte er, dass meiner Yoga-Lehrerin irgendein bestimmtes Zertifikat fehlen würde.

»Ich bin nicht krank. Ich will´s auch nicht erst werden müssen, um dann eine Reha mit Yoga-Unterricht zu bekommen. Viele Menschen haben eingerostete Knochen und Muskeln, weil sie einen Schreibtisch-Job machen. Damit mir das nicht passiert, trainiere ich Yoga«, schilderte ich ihm noch mal.

Manchmal finde ich es auch übertrieben, dass es in Deutschland für alles irgendwelcher “Zertifikate” bedarf. Soweit ich weiß, hat meine Yoga-Lehrerin auch reichlich “Scheine”, aber wohl nicht den, der in den Barmer-Statuten aufgeführt wird.

»Die Yoga-Lehrerin ist wirklich gut, sonst hätte sie wohl kaum den Zulauf«, gab ich noch zu bedenken. Der Geschäftsstellenleiter bestätigte mir, dass er das schon von vielen Kunden gehört habe.

Letztendlich geht es mir weniger um das Geld. Mir geht es ums Prinzip. Den Niederlassungen der Krankenkasse könnte doch ein Ermessensspielraum eingeräumt werden. Etwas mehr Flexibilität würde auch hier weiterhelfen.

Einige Mitschüler und meine Yoga-Lehrerin haben mir erzählt, dass andere Krankenkassen die Kurse bezuschussen. Jetzt komme ich wirklich ins Grübeln.