Bei Anbruch der Nacht

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Das Griffbrett einer
Gitarre

Ich bin heute noch bewegt, wenn ich mir die CD „One World One Voice“ anhöre. Im Vorfeld des Musikprojektes erklärte einer der teilnehmenden Künstler sinngemäß: »Musik ist die Sprache, die von allen Menschen verstanden wird.« Dieser Satz hat sich in mir festgebrannt.

An die Aussage musste ich denken, als ich über einen Presseartikel auf das Buch „Bei Anbruch der Nacht“ aufmerksam wurde. Denn alle fünf Erzählungen in dem Schriftwerk haben eines gemeinsam, die Musik.

Vorweg, die Musik ist nicht unbedingt zentraler Bestandteil der Geschichten, sie zeigt sich mehr als „Hintergrund-Musik“.

Der Verfasser der fünf Geschichten, Kazuo Ishiguro, hat einen exzellenten Erzählstil. Ich versuche ihn mal so zu umschreiben: In manchen Romanen wird man mitgerissen und wird Teil der Geschehnisse. Das kann positiv sein, kann aber auch aufdringlich werden. Der Erzählstil von Kazuo Ishiguro ist nicht aufdringlich. Fast schon sanft führt er den Leser als Beobachter durch seine Geschichten, die mitunter sehr nachdenklich stimmen.

Ich denke, ich werde auch seinen Roman „Was vom Tage übrig blieb“ lesen.