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Ein alter, verrottender Zaun im
Wald

waren es noch wenige Sperren…

Bundesfamilienministerin, Ursula von der Leyen lässt Internetsperren einrichten und im Netz beginnt es zu köcheln.

Der Autor des Artikels „Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere“ bei www.heise.de/ct befürchtet:

[…] Und in Deutschland stehen die Interessensgruppen bereits in den Startlöchern. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: […]

Längst wurden sogar Forderungen laut, nach denen auf die Liste auch gewaltverherrlichende Inhalte und Glücksspielangebote gehören. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch radikale politische Aussagen ausgeblendet werden sollen. Dann fehlt nur noch ein Gesetz, das jedes Umgehen der technischen Sperre unter Strafe stellt, und die Machthabenden hätten ein perfektes Zensurwerkzeug.

Rouven, scheint das weniger dramatisch zu sehen:

[…] Frau “Zensursula” von der Leyen böswillige, künftig großangelegte Internetzensur zu unterstellen, grenzt an eine ausgewachsene Paranoia, wie sie in Bloggerkreisen gerne mal zutage tritt. […]

Man muss sich schon etwas bildhafter ausdrücken, um dem Ottonormalsurfer klar zu machen, was die eigentliche Folge der Sperre ist. […]

An der Stelle zitiert Rouven einen Vergleich von Christian Bahls vom Verein Missbrauchsopfer gegen Internetsperren. Ich finde, Martens Metapher bringt es besser auf den Punkt:

[…] Es soll die Straße, in der ein Krimineller wohnt, für jeden Mitbürger durch die Polizei gesperrt werden, anstatt dass die Polizei hinfährt und den Kerl einfach verhaftet. Kinderpornographie ist auf diesem Planeten strafbar. […]

Ich hoffe nicht, das Frau von der Leyen mit ihrer Zensur den „Anfang vom Ende der Meinungsfreiheit“ eingeläutet hat.