A-OEG Geschenke

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Der Flaschenhals einer Weinflasche, daneben eine brennende Kerze auf
einem
Kerzenständer.

Ein Geschenk kann eine Menge über den Charakter des Schenkenden, oder die Beziehung zwischen dem Schenkenden und dem Beschenkten aussagen. Oft ist diese Information spannender, als das Geschenk selbst.

Vielleicht sollte man dabei aber auch die Motive des Schenkens differenzieren:

Klassische Geschenke sind die, weil gerade Geburtstag, Hochzeit, Rosenmontag oder Vatertag angesagt ist. Das sind die so genannten Pflicht-Geschenke – oder, wie ich sie nenne, Das-Macht-Man-Doch-So-Geschenke. (Mich wundert, dass es hierzu noch keine Regelung im Strafgesetzbuch gibt.)

Dann gibt es noch die Geschenke, die Mann bekommt, weil mal wieder gerade nix im Fernseher läuft. Diese „Ohne-Eigentlichen-Grund-Geschenke“ sind gar nicht so selten. Nun möchte ich aber mit dem Gerücht aufräumen, dass die OEG-Geschenke durchweg gut ankommen.

Beispielsweise erhalte ich häufig OEG-„Gaben“, wenn ich gehorsam einer meiner Bürger-Pflichten nachkomme. Die Schenkenden bleiben dabei fast immer anonym. Der Nachteil, es handelte sich bislang ausschließlich um Präsente, die ich mir schon immer nicht gewünscht habe.

Hinzu kommt, dass ich für die vielen „Aufmerksamkeiten“, die ich beim Fegen des Gehwegs vor meinem Haus erhalte, bislang leider nie Verwendung gefunden habe – ich musste sie entsorgen und dabei sogar noch drauflegen – die Müllgebühren.

Liebe A-OEG-Schenker, warum stopft ihr eigentlich immer nur leere Tüten, Schachteln, Dosen, Flaschen in meine Hecke? (Beispielsweise mag ich sehr gern trockenen Rotwein.)