Zeichen des Friedens ohne Zeichen?

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Weil eine hiesige Kirchengemeinde attraktiv bleiben und attraktiver werden will, hat sie kürzlich eine Umfrage bei ihren Mitgliedern gestartet. Am vergangenen Sonnabend war in einer Lokalzeitung kurz über einige Ergebnisse berichtet worden. Dort war zu lesen, dass sich einige der Befragten den “Friedensgruß ohne Handzeichen” wünschten.

Gemeint ist eine Stelle während des Gottesdienstes, an dem der Pfarrer die Gläubigen bittet, zum Zeichen des Friedens seinen unmittelbaren Nachbarn in der Kirche die Hand zu reichen.

Der “Friedensgruß mit Handzeichen” wird meines Wissens so lange noch nicht “praktiziert”. Als er eingeführt wurde, habe ich es als eine tolle Geste empfunden. Statt wie üblich vor mich hinstarrend, monoton immer die selben Worte “runterzubeten”, war ich gehalten, den Worten durch eine Handlung, durch das Reichen der Hand, Nachdruck zu verleihen.

Ein Grund, den Gottesdienst zu besuchen war für mich, Kraft zu tanken, den Frieden in meinem Lebensumfeld zu wahren. Ich glaube, einander die Hand zu reichen, ist ein sehr schönes Symbol, den Frieden zu bekräftigen oder einzuleiten.

Ein Friedensgruß ohne Handzeichen erinnert mich an Worte, denen kein entsprechendes Handeln folgt.