Von Zauberwörtern

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Was macht ein Zauberwort zum selbigen? Vielleicht lässt sich die Frage beantworten, wenn ich mir mal so ein Wort anschaue. Das muss natürlich eines sein, bei dem ich schon beim Lesen eine Gänsehaut bekomme.

Ich brauche auch nicht lange suchen. Eine hiesige Tageszeitung, die “Pyrmonter Nachrichten”, schreibt in der Ausgabe vom 5. März 2008: Neues Zauberwort in Lügde: Shared Space.

Ich bin mal mutig und spekuliere ein bisschen. Könnte es sein, dass Zauberwörter vorzugsweise englische Wörter wie: Event, Workshop oder E-Government sind?

Doch, ja, wenn ich weiter darüber nachdenke, Anglizismen haben eine geradezu erschreckend magische Wirkung - so oft wie die benutzt werden. Komisch ist nur:

Etwa 60 Prozent der Einwohner Deutschlands können nicht Englisch… Und die anderen 40 Prozent meinen überwiegend ihr Popmusik- und Reise-Englisch, sind also wiederum in der Mehrzahl weit entfernt davon, für die Feinheiten der Fremdsprache ein Organ zu besitzen.

Das schreibt Wolf Schneider in seinem Buch “Speak German! Warum Deutsch manchmal besser ist”.

Was haftet den Anglizismen bloß für ein Zauber an? Was sind das für Zauberer die sie verwenden? Vielleicht ist es auch nur Wortzauberei - oder ist es ganz und gar Nonsens?