Vom Handwerk

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Holz-Eckverbindungen mit
Zinkungen

Kürzlich hat mich mein lieber Onkel in die Welt des “Zinkens” eingeführt. So wird das Verbinden von Brettstücken ohne Nägel, Schrauben oder Leim bezeichnet. Bei unserer Arbeit haben wir auch ganz auf motorisiertes Werkzeug verzichtet. Ja, das ist Handwerk, wie es dem Namen auch gerecht wird.

Ich finde solche Verbindungen schon optisch sehr ansprechend. Außerdem sind Konstruktionen die so zusammengehalten werden unglaublich stabil. Wenn die Verbindungen nicht zusätzlich geleimt werden, lassen sie sich trotzdem recht einfach wieder auseinander nehmen.

Links im Bild, eine verdeckte Zinkung; rechts im Bild eine einfache Zinkung. Die verdeckte Zinkung wird zum Beispiel für die Sichtfront von Schubladen verwendet. Schade eigentlich - denn es zeigt eine gute Arbeit, von der man nur auf den zweiten Blick, beim Herausziehen der Schublade, etwas sieht. Ganz und gar versteckte Kunst ist dann die doppelt verdeckten Zinkung. Von den “Zinken” und “Schwalbenschwänzen” ist dann nichts mehr zu sehen.

Obwohl ich schon viel mit Holz gearbeitet habe ist mir wieder deutlich geworden, wie wichtig der gekonnte Umgang mit dem “Handwerk” und dem “einfachen” Werkzeug ist.

Tja, das “echte” Handwerk wird immer mehr von Maschinen ersetzt. Aber - ich schreibe auch kaum noch einen Brief “von Hand”. Wenn ich es wirklich mal tue, ist meine Schrift nach einer halben DIN A4 Seite kaum noch lesbar. Ich bin halt nicht mehr im “echten Schreiben” geübt.

Werden wir irgendwann die Hände nur noch für Tastaturen benötigen?