Tröstlich

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Grafik mit den Wörtern: James
Blond

Was tut Mann nicht alles, um Frau bei Laune zu halten. Aufopferungsvoll erkläre ich mich dafür auch schon mal bereit, ins Kino zu gehen.

Gestern Abend habe ich wieder alles gegeben. Sie brauchte Trost. Selbstlos drücke ich ihr mein Portemonnaie in die Hand und ließ sie allein und ohne Anweisung Karten kaufen.

Wenig später: »Wir gehen heute in den neuen Bond! Klar?«, sprach´s und warf mir meinen Geldbeutel zu. Wie passend dachte ich, “Ein Quantum Trost”.

Herrje, was ist nur aus dem britischen Edelmann geworden? Wo sind die netten, ironischen Sprüche geblieben? Liegt es daran, dass ihm von den ganzen Raufereien schon die Knusperleiste glüht.

Auch wenn diese staccatoartigen Szenenwechsel immer beliebter werden, in dem Film sind sie völlig überdosiert. Das ist nicht spannend, das ist nur hektisch. Außerdem ist das überhaupt nicht barrierefrei! Mit meinem Augen-Rollator hatte ich echt Mühe, mich dabei zu konzentrieren.

Ach ja, die Handlung. Einen bemerkenswerten Dialog habe ich noch in Erinnerung:

M warnt den britischen Außenminister, dass dessen Geschäftspartner nur vordergründig ein Guter ist. »Wenn wir keine Geschäfte mit ihm machen, dann machen es andere Länder«, bekommt sie zur Antwort.

Welch ein Trost, dass das nur im Film gesagt wird.