Telefonieren & Kunst

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Notizzettel mit
Gekritzel

Unbestritten ist, dass das Telefonieren ein elementares, also ein lebensnotwendiges, Grundbedürfnis des Menschen ist. Dabei spielt es keine Rolle, dass vermutlich die meisten Telefonate absolut unnötig sind.

So erklärt sich aber vermutlich, dass sich nur 0.0000375 Prozent der Telefonbesitzer, die sogenannten Szene-Adepten, mit der hohen “Kunst des Telefonierens” beschäftigen.

Doch die Telefonietis hat noch eine weitere Kunst hervorgebracht. Eine Kunst, die ihr Dasein im Dunkel völliger Nichtbeachtung fristet: Der “Kunst beim Telefonieren”. Dabei ist sie tagtäglich zu entdecken:

Den sprechenden Knochen fest ans Ohr geklemmt und ganz im Gespräch mit ihm vertieft, führt der Telefonierende den Stift in seiner Hand über Notizzettel und Schreibtisch-Unterlage und malt zwischen Namen und Telefon-Nummern Kunstwerke, als sei er die Reinkarnation des Michelangelo und plane ganz nebenbei den Neuanstrich der Sixtinischen Kapelle.

Würden die Künstler ihre Begabung erkennen, wären bestimmt schon einige ihrer Werke im Louvre und nicht im nächsten Papierkorb gelandet.

Wie sagten schon die ollen Griechen (als sie das Telefonieren für sich entdeckten): “Erkenne Dich selbst!”