Solidarität mit Tibet

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Die Flagge von
Tibet

Tibet ist ein Land, mit dem ich mich tief verbunden fühle. Dennoch habe ich nie den Wunsch gehabt, Tibet unbedingt bereisen zu müssen. Ein Freund sagte mir mal: “Vielleicht ist Tibet die Heimat deiner Seele”.

Nun ist Tibet wieder im Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Gründe für die aktuellen Unruhen sind fast 50 Jahre alt. So lange ist Tibet unfreiwillig Teil von China.

Unterdrückung und Gewalt kann dem Menschen Besitz und Ansehen nehmen, nicht aber seine Wünsche, seine Motivation. Auch 50 Jahre können den Wunsch nach Entfaltung, nach Freiheit nicht brechen.

Das die Tibeter die Olympischen Spiele in China dazu nutzen, auf ihre Situation aufmerksam zu machen, ist verständlich. Wie die chinesischen Machthaber darauf reagieren, ist grausam.

Wenn Menschen ihre Macht missbrauchen, selbstherrlich und ausschließlich egoistisch handeln, muss ich mich schon anstrengen, nicht mit gleichen Worten darauf zu reagieren.

Ich habe daher große Achtung für das religiöse Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama. Trotz der boshaften Vorwürfe der chinesischen Regierung unterstützt er ausdrücklich, dass die Olympischen Spiele in China stattfinden. Und er verdeutlicht, dass er keine Unabhängigkeit Tibets fordert, sondern einen friedlichen Dialog sucht.

Vermutlich werden im aktuellen Konflikt auch die Tibeter Gewalt angewendet haben. Es ist leider so: Gewalt erzeugt meistens Gegen-Gewalt. Doch Gewalt ist niemals zu rechtfertigen.

Solidarität mit Tibet!
www.tibetflagge.net

Voraussichtlich am Montag, den 31. März 2008, tifft das Olympische Feuer in Peking ein. Die internationalen Tibetgruppen haben den Tag kurzfristig zum weltweiten Solidaritätstag für Tibet erklärt.

Mit dieser Aktion rufen wir die chinesische Regierung auf,

  • die Abriegelung Tibets unverzüglich aufzuheben und ausländischen Journalisten und unabhängigen Beobachtern Zugang zur Autonomen Region Tibet sowie den historisch-tibetischen Gebieten in Gansu, Qinghai, Yunnan und Sichuan zu gewähren, damit die Öffentlichkeit ein objektives Bild von der Lage erhält,
  • der Einsetzung einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zuzustimmen, die die Ereignisse untersuchen und auch die angebliche Verwicklung des Dalai Lama und seiner „Clique“ in die Unruhen prüfen soll,
  • unverzüglich Verhandlungen mit der tibetischen Seite über die Zukunft Tibets aufzunehmen, um den Konflikt auf friedliche Weise zu lösen.

Wir fordern beide Seiten auf, jegliche Gewaltanwendung zu unterlassen.

Diesem Aufruf schließe ich mich an.