Ohne geht´s nicht

  • Von
  • ·
  • Geschätzte Lesezeit 2 Minuten

Eingangsstempel, mit Datum und Kürzeln von
Unterschriften

Jeder ausgewachsene, geschlechtsreife Bürohengst hat sie; mindestens aber einen. Wer keinen hat ist… Lassen wir das. Ich spreche hier von einem Ausstattungs-Gegenstand, der einen Amtsschimmel erst zum Hengst macht; von etwas, was sein muss und ohne nicht sein kann - dem Stempel.

Wem muss ich das sagen: Ein Dokument wird doch erst zu einem Dokument, wenn er, der Stempel, seinen Abdruck darauf hinterlassen hat.

Was wird ein gewissenhafter Schreibtischtätiger als erstes tun, wenn sich sein Aufgabenfeld verändert hat? Sich einen neuen Stempel bestellen. Genau!

Das Basismodell und zugleich der Klassiker ist der Eingangsstempel:

„Eingegangen im Haare des Herren: 31. Henna 2008“

Das hat doch was, das muss! Ein Frevler, wer stattdessen das Datum mit seiner schnöden Handschrift kritzelt. Eine Beleidigung für das Papier und überhaupt: Das ist eine Entwertung, - kann und darf so keine Gültigkeit haben!

Erst kürzlich hatten wir mit dem Jahreswechsel zu kämpfen. Für viele meiner Kollegen waren die ersten Tage dieses jungfräulichen Jahres eine echte Herausforderung. Ihre Stempel hatten “2008” nicht mehr auf der Rolle. Eine Katastrophe! Einigen hatte das richtig zugesetzt. Ich glaube, die spielten sogar mit dem Gedanken sich Krank zu melden.

Doch der Glanz aller Stempel ist das Siegel. Wir können es ohne Scheu auch so sagen: “Das Siegel” ist die Steigerungsform von “der Stempel”. Wer unter seinen Stempel auch ein Siegel verwalten darf ist… auf jeden Fall wichtig, enorm wichtig. Kurz: Das ist einer, der alles richtig gemacht hat.

Wir halten fest: Anzahl und Größe der Stempel sagen viel aus über die zweifelhaften Gestalten hinter dem Schreibtisch. Ich kann nur jedem empfehlen: Bevor du ein Gespräch mit diesen Staubfiltern von Bürokraten beginnst, lass´ Dir von ihm seine Stempel zeigen.