Mann des Monats

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Ein Baum ohne Blätter, im Hintergrund ein See und
Berge

Heute ist er mir wieder über den Weg gelaufen.

Nun, wie sieht er aus? Wenn ich ihn mir so ins Gedächtnis rufe, ist das Bild von ihm in Grautönen gehalten. Ich habe den Eindruck, dass überall wo er geht und steht die Erdanziehungskraft größer sein muss. Wie sonst könnte es angehen, dass, wann immer ich ihn sehe, seine Schultern, seine Mundwinkel, seine Augensäcke Fuß-Kontakt zu suchen scheinen.

Die Stimme von ihm klingt wie die eines müden, kondolierenden Pfarrers im Ruhestand. Und was er sagt und schreibt, ist überdurchschnittlich oft destruktiv. Als die Begeisterung und die Ausstrahlung erfunden wurde, muss er „für kleine Jungs“ gewesen sein.

Egal ob im Frühling oder Sommer, wenn ich ihn treffe, erinnert er mich an den tristen, trüben November.