Kontrast-Programm

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Eine Brille liegt auf einem aufgeschlagenen
Buch

Vor einigen Jahren habe ich noch mal die Schulbank gedrückt. Neben solchen Juckreiz fördernden Zwischenmahlzeiten wie zum Beispiel Verfassungs- oder auch Verwaltungsrecht, standen als Hauptgerichte Volks- und Betriebswirtschaft auf dem Speiseplan fürs Oberstübchen.

Nach einem opulenten Festmahl sollte man den verbleibenden Tag möglichst nur noch leichte Kost zu sich nehmen. Das habe ich damals für mich auch so befunden.

Eine liebe Kommilitonin (weil´s sich wichtiger anhört als Studienkollegin) hatte mir, als Kontrapunkte zu unserem damaligen Lese-Programm, die Fantasy-Tetralogie “Das Geheimnis der Großen Schwerter” von Tad Williams nahegelegt:

  • Der Drachenbeinthron
  • Der Abschiedsstern
  • Die Nornenkönigin
  • Der Engelsturm

Ich habe die Bücher regelrecht “verschlungen”. Sie waren für mich ein geniales Kontrast-Programm zu meinem damaligen “Menü-Plan”. Rückblickend betrachtet hätte ich die Abschlussarbeit über “Das Geheimnis der Großen Schwerter” schreiben sollen. Eine Auszeichnung wäre mir sicher gewesen. Irgendwie ist doch alles Fantasy - egal ob Volkswirtschaft, Verwaltungsrecht oder Politik.

Und somit ist bewiesen: Der Onkel Soheit liest auch gerne Fantasy-Literatur. Selbstverfreilicht habe ich mich auch gefragt, aus welchem Grund ich den “Herrn der Ringe” links liegen lasse und Jahre später die “Schwerter” lese. War der Einstieg vom Drachenbeinthron prickelnder, spannender? Ich hab´s nicht für mich geprüft.

Ich mag morgens um 5.30 Uhr keine Antipasti essen. Ein paar Stunden später, im entsprechenden Rahmen, schon. Auch für Bücher braucht es manchmal Zeiten, Situationen um sie genießen zu können oder um sie lesen zu wollen.