Kleidung & Schwarze Löcher

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Stein-Gebilde zwischen
Pflanzen

Wie die Trillionen Leserinnen und Leser sicherlich bemerkt haben, gestern war nix mit Reisebericht aus dem Königreich Soheit. Ich habe gestreikt - mich in der Kunst des Nein-Sagens geübt. War echt einfach.

Stattdessen habe ich Ordnung im Basislager geschaffen. Das macht man doch so, gegen Ende einer Reise. Anschließend habe ich ein bisschen in der Weltliteratur gestöbert. Dabei stieß ich auf einen interessanten Artikel zum Thema Mode. Die Autorin beschreibt darin die Bademode 2008 und fragt, warum die Leutchens so eine Mode tragen. Eine ähnliche Frage habe ich kürzlich einem Waldbewohner gestellt…

Ich denke, Mode ist Sprache, ist Meinung, ist Zugehörigkeit. Das war nicht immer so. Unsere Ur-ur-ur-und-so-weiter-Ahnen haben sich den Perversianer-Pelz nur überstülpt, weil das eigene Fell in manchen Jahreszeiten nicht dick genug war. Ja, so könnt´s gewesen sein. Doch wie so oft in der Geschichte, ging irgendwann etwas schief. Da hat die Oma, vermutlich aus purer Verlegenheit, dem Opa eine Säbelzahntigerhose gestrickt (mit Nieten und reichlich Schlag dran) - und schon ging´s los mit der Mode und dem ganzen Stress.

Die Menschen sind so! Immer laufen sie irgendetwas hinterher. Sie sind wie ein Schwarzes Loch. Dabei ist häufig die Gravitation: “Haben wollen!” ungleich größer, als die Fähigkeit fundiert zu erklären: “Warum?” - Aber wem sage ich das?

Tja, nun heißt es Abschied nehmen. Es war schön hier - im Königreich Soheit. Ich komm´ wieder - keine Frage.