Hi!

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Eine wirre Grafik

Am anderen Ende nimmt jemand den Hörer ab: »Soheit International, Tochter der Lippeblogs-Gruppe, Referat für Öffentlichkeitsarbeit. Guten Tag! Mein Name ist August Primel. Zuständiger Sachbearbeiter für Bloggerfragen. Was darf ich für Sie tun?« - Dann ist nur noch ein ungesundes Hecheln zu vernehmen.

»Ja Hi! Hier Gieselinde Gösebrecht - Herr Primel?« Das Hecheln am anderen Ende wird flacher. Endlich ein erlösendes aber gestöhntes: »Jaa.« »Herr Primel, ist alles in Ordnung?« »Ja«, wieder Pause, »ja… ähh… alles gut.«

Zirka Sechseinhalb Stunden später: Nachdem Herr Primel seinen Vers 37 Mal aufgesagt hat, klingt die Begrüßung etwa wie ein durch den Fleischwolf georgeltes Fünf-Gang-Menü aussieht. Aber - Herr Primel hat an Kondition gewonnen. Feierabend.

20.14 Uhr, das Telefon klingelt. Mit einer Hülse Bier in der Linken schlurft August Primel vom Sofa zum Hörer und lallt: »Soheit Inter - Inter-Dingens, Tochter der Lippe-bl-bl-blogs-Gruppe - Guuuten Tach! Ich bin der August - Primel, Primel mein Name. Zu-zu-geständiger Sachverarbeiter für Blo-blo-blogger-Sagen…«

Es geht doch nichts über eine perfekte Begrüßung. Ich weiß nie, wo ich solche langen Grußformeln einordnen soll. Fällt das unter Freundlichkeit oder Belästigung?