Baloggen

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stilisierter Kopf

Gestern hat Dirk die Fragen aufgewürfelt: Muss bloggen immer kritsch sein? Oder kann es nicht auch einfach mal dazu dienen, schöne Dinge zu berichten?

Reflexartig habe ich mich gefragt: Huch, war “Soheit” der Grund für seine Fragen? Ich hoffe mal nicht. Aber Dirks Beitrag und Martens Antwort haben mich inspiriert, auch mal wieder ein bisschen Senf auf das Thema: “Das Bloggen im Allgemeinen und im Besonderen” zu schmieren.

Klasse ist doch schon, dass sich jeder in ein paar Minuten ein Weblog - zum Bleistift bei Lippeblogs.de - zusammenschrauben kann. Dazu braucht man überhaupt kein EDV-Experte zu sein.

Für Lipper höchst interessant: Bei Lippeblogs kostet so ein Weblog nichts!

Und DAS Kracher-Argument ist doch, dass man direkt und jederzeit zu den Blog-Beiträgen kommentieren kann. Es schüttelt sich mein weiches Haupt, wenn ich in den Zeitungen noch Leserbriefe finde. Arme Socken das.

Nun gut, was ist mein Ding? Was beschäftigt mich, worüber denke ich nach? Na, solche alltäglichen Dinge wie “Erwartungen”. Was darf man erwarten? Darf man überhaupt etwas erwarten? Doch wie oft erwarten wir trotzdem etwas? Ist das in Ordnung?

Oder die Klamotte mit den “Geschenken”: Wie sieht unsere Kultur des Schenkens aus? Ist unsere Geschenkerei überhaupt Kultur? Ich finde es spannend, sich über solche Dinge auszutauschen - weltweit übrigens, ist ja Internet. Ja, im Moment kommentieren da nicht viel. Aber das wird.

Richtig lehrreich kann es sein, sich an solchen Beiträgen zu beteiligen wie den jüngst von Marten. Er findet es schlimm, dass auf Schulhöfen Videoüberwachungsanlagen installiert werden. Jo, wenn das nicht ein Thema zum Diskutieren ist. Und: Ich brauche nicht in irgendwelche Ratsitzungen zu stiefeln, im Blog erteile ich mir selbst das Wort! Das ist gelebte, moderne Demokratie!

In Lügde gibt es seit kurzem den Blog “Lügde 2015”. Hey, da wird Stadtentwicklung betrieben und ich kann von meiner Küche aus mitmachen! Hallo?! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Voraussetzung ist allerdings, die Seiten werden aktuell gehalten, in meiner Küche steht ein Rechner mit Internetanschluss und ich will dabei sein. Wenn so ein Blog in Schwung kommt, können die Zeitungen nur noch hinterher winken.

Und dann war da noch mein Kaffee-Satz:

Wie war das mit dem Geben und Nehmen? Wer ständig Informationen aus dem Netz saugt, könnte doch auch mal was dazu beitragen - konstruktiv.